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WMDEDGT 11/17

WMDEDGT 11/17

Es ist wieder WMDEDGT-Tag und Frau Brüllen ist so lieb und fragt „was machst du eigentlich den ganzen Tag?„.
7 Uhr Kaum hat man eine Woche Urlaub gehabt, schon wacht man nicht mehr um 5 Uhr morgens auf, sondern erst 2h später. Gut, dass ich morgen wieder arbeiten gehe. Ich stehe auf und gehe nach unten, koche mir eine Tasse Tee, schnappe mir ein Stück der Lübecker Marzipan-Torte und warte darauf, dass mein Besuch und/oder meine Familie aufwacht.


9 Uhr Langsam klappen im Haus die Türen, erst kommt meine Freundin Ilka, kurz danach mein Mann. Diese Woche war Besuchsmarathon. Montag auf Dienstag war meine kleine Schwester da, Donnerstag auf Samstag Schwester 2 und Freitag auf Sonntag meine Freundin, die ich seit 1987 kenne und seit dem einmal pro Jahr sehe.
Zum Frühstück werden frische Brötchen geholt, wir sitzen stundenlang und „klönen“, so schön.
11 Uhr ich kann es nicht lassen und schnitze für sie eine Seife

WMDEDGT 11/17

WMDEDGT 11/17

12 Uhr Wir arbeiten uns vom Frühstück zum Mittagessen vor. Das Tochterkind taucht kurz zur Nahrungsaufnahme auf. Da es die letzten Tage ständig mit Käse überbackenes gegeben hat, gibt es heute Ofenkartoffel, Quark, für die einen Lachs, für alle frittierte Linsenbällchen.
Eine Küche ist der beste Ort für ausgiebige Gespräche. Ganz toll an meiner Freundin ist, dass sie nicht nur super kompetent die Fußball- und Autothemen abdeckt, uns Mädels geht nie der Gesprächsstoff aus. 30 Jahre! Wir haben uns damals auf Mallorca kennen gelernt, beide hatten wir jeweils eine Hälfte eines Hotelzimmers gebucht. Kaum zu glauben, aber wenn wir uns sehen, ist es eher so, als wären Minuten seit dem letzten Treffen vergangen. Wir kochen gemeinsam und freuen uns, dass mein Mann danach in der Küche „klar Schiff“ macht.

15 Uhr Meine Freundin macht sich nach eine Tasse Kaffee (wir brauchen wahrscheinlich für die nächsten 2 Tage keine Kalorien aufnehmen) auf den 400 km langen Heimweg. Da war doch noch was? Wäsche! Nicht nur, dass bei uns in den letzten Tagen jede Menge Bettwäsche angefallen ist, einige Kleidungsstücke wollen dringend gewaschen werden. Danach gehe ich auf die Couch, die Regentropfen trommeln mich leise in ein kurzes Nachmittagsschläfchen.

18 Uhr Ich bin frisch geduscht, die Wäsche aufgehängt, der Wecker für morgen gestellt. Jetzt, da alle Besucher weg sind, falle ich in Bewegungsstarre, genieße es, mit der Fernbedienung und dem Notebook auf der Couch zu liegen. Der große Zirkus neben an auf dem Festplatz baut seine Zelte ab. Wieder ein Zirkus, so alle 3 Monate nutzt einer die tolle Lage am Fluss. Trotzdem dürfte der Aufenthalt in unserem 12000 Seelen Dorf enttäuschend sein, wer hat denn noch Lust, da hin zu gehen, wenn pro Jahr 4 Stück aufschlagen. Als meine Tochter noch klein war, war ich öfters mal dort und habe 16 Besucher gezählt. Mit quasi „Aplaus-unwilligen“ Besuchern, der Hesse klatscht nicht gerne. Muss echt deprimierend sein. Ich bin froh, dass der Zirkus weg ist, meistens geht einmal in der Zeit entweder eine Gruppe Dromedare oder Pferde auf die Flucht. Der Tiger (aaaargh Tiger) war wohl gut weg gesperrt. Ich will gar nicht darüber reden, was ich von diesen Tier-Zirkus-Truppen halte.

20 Uhr Da ich jetzt ja wieder Angestellte bin, habe ich nur wenig Urlaub für dieses Jahr und der ist mit dieser Woche aufgebraucht. Morgen geht es wieder los. Danke fürs vorbei sehen, ich geh dann mal schlafen 🙂

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