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Rennovierung Archive

03.08.09

Wasserschaden 6

In diesem Jahr jagt uns ein Wasserschaden nach dem anderen.
Wasserschaden 1 ist unser ältester: vor 10 Jahren wurde eine Toi (nach Rohrreinigung) falsch auf die Dichtung aufgesetzt: 10 Jahre sprühte es munter ins Nirgendwo ...
Wasserschaden 2 war die eingefrorene und aus dem Kniestock sutschende Toi ...
Wasserschaden 3 war eine eingefrorenes Rohr an einer Heizung
Wasserschaden 4 erwähne ich irgendwann mal ...
und Wasserschaden 5 ist auch eine extra Story.


Wasserschaden 6 entstand gleichzeitig mit Wasserschaden 2 und 3, blieb aber unentdeckt: in dem Raum, in dem die Heizung eingefroren war, das Rohr geplatzt (und das Zimmer somit unter Wasser gesetzt war) war ein weiteres Rohr verlegt, vor vielen Jahren hat der Vorbesitzer (Arztpraxis) ein Waschbecken an einer Aussenwand gehabt. Das Waschbecken wurde irgendwann ab gemacht, eine Platte vor den Anschluss gemacht, Tapete drüber.
Dieser Raum wird von uns als Archiv für die GmbH genutzt und wird von uns selten betreten, da nur Ordner von 1988 bis 1999 darin aufbewahrt werden, oder wurden.
Denn ... in meiner ersten Urlaubswoche betrat ich den Raum und viel fast um: es blühte (und blüht) der Schimmel! Mannshoch! Als ich dem Nachbarn (begnadeter Handwerker) nach dem ersten Schock (man, was könnte ich heulen) das Zimmer zeigte, ging er nach 3 Sekunden mit einem Zollstock auf den dicksten Schimmelfleck zu, bohrte ein bischen, grinste (das ist seine Art, mir sein Mitleid zu bekunden) und meinte: "Guck mal, da war mal ein Waschbecken" ....
(*weiter gehts demnächst*)

04.08.09

W6 Tagebuch eines Wasserschadens

Brief an die Versicherung:

Schadenhergang


Im Januar 2009 waren wir vom 10. bis 13. auf einer Reise nach Landshut (Beerdigung meiner Tante). Es herrschten an diesem Wochenende Temperaturen von über -15°.
Als wir zurück kamen, mussten wir leider Frostschäden feststellen. Die Behebung dieser zwei Frostschäden habe ich privat bezahlt:
1) Schaden an einer Toilette im Erdgeschoss Eingangsbereich (eingefroren, Wasser sutschte aus Kniestock)
2) Geplatzes Rohr vor einem Heizungsventil. Der betroffene Raum wurde stundenlang mit Wasser besprüht, der Schaden wurde behoben.

Der Schaden, den ich jetzt gemeldet habe, ist wohl ein Folgeschaden von dem Frost an jenem Januar-Wochenende und entstand im gleichen Raum, in dem das Heizungsrohr geplatzt war.
Dieser Raum wird von mir für die Lagerung meiner Warz Gmbh-Akten genutzt.
Was wir nicht wussten: der Vorbesitzer (Arztpraxis) hatte ein Waschbecken an einer Aussenwand, dieses wohl abmontiert, die Anschlüsse für uns unsichtbar hinter Rigips-Wand und Tapete.
Ich hatte im Januar ein Trocknungsgerät geliehen und einige Tage aufgestellt. Der Schaden des geplatzten Heizungsrohrs sah für mich wie behoben aus. Der Filzteppichboden in dem Raum sah nach dem Schaden fleckig aber mehr oder weniger trocken aus.
Der Raum wurde in den folgenden Monaten hin und wieder betreten, aber nicht regelmäßig.
Als ich am 17. Juli 2009 nach mehreren warmen Tagen in den Raum kam, musste ich bestürzt feststellen, dass die Wände teilweise mannshoch mit Schimmelblüten bedeckt waren. Große Flecken, kleine Flecken. Ein befreundeter Handwerker, den ich sofort gerufen habe, sah sich den größten Schimmelfleck in Kniehöhe an, stocherte mit seinem Zollstock etwas und meinte sofort „Hier saß unter der Rigipswand mal ein Waschbecken“ …. Er ermpfahl mir, mich an einen Spezialisten für Schimmel zu wenden.
Ich habe den Schaden an die Firma H. übertragen. Diese Firma soll den Schaden beheben und den Raum wieder auf bauen (mit wenn möglich, einem anderen Bodenbelag statt dem Filzboden).

Bei Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung
Mit freundlichen Grüßen


Frau Meinigkeiten

01.09.09

Schimmelzimmer, der nächste Akt

Ach, grummel. Im Moment laufe ich wieder mal auf einem schmalen Seil. Ich hoffe, es hängt nicht über einem Abgrund. Gestern haben wir (Aktion „Schimmelzimmer“) zwei Räume komplett geleert, den Inhalt auf den Müll getan. Dann wurden im Schimmelzimmer die Rigipswände und der Boden raus gehauen. Mann, wenn man nicht auf alles drängt. Glaubt ihr, die Herren Sanierer würden sich darum kümmern, ob der eigentliche Schaden behoben ist? Das wäre denen schittegal. Hach. Ich könnte platzen. Ich muss extra erneut darauf hin weisen, dass das Wasser nur deshalb nicht weiter sickert, weil im kompletten Stockwerk das Wasser abgedreht ist. Mann, was hat diese Sanierungstruppe im Hirn, muss ich mitdenken?
Und dann, dann arbeiten die, ich sage jetzt mal wirklich … Knalltypen um die Decke herum.
Ich frage: „und was ist mit der Decke“. Antwort: „ja, die soll ja eigentlich nicht gemacht werden, nur die Wände und der Boden“. Der Herr Oberhandwerker bohrt dann auf mein Drängen die Rigipsdecke an: klar, auch Schimmel. Die hätten da glatt einfach drüber tappeziert.

Mann, ich bin so zwiegespalten. Einerseits erzählt einem jeder wie suuuuuper gefährlich doch Schimmel sei. Und dann räumt das mickrige eine Handwerkerchen, das man mir gestern zum Ausräumen zugeteilt hat, alles ohne Mundschutz aus, trägt die Sachen quer durch die restlichen Räume. Grrrrrrr. Ursprünglich sollte alles zum Fenster raus, aber das war zu unbequem. Die Wände hat er dann mit Mundschutz raus gerissen, in normalen Klamotten. Immerhin war eine sogenannte Unterdruckschleuse aufgebaut. Der Kerle hat einen Ventilator vor das Fenster geklemmt, mit Folie das Fenster abgedichtet und nur einen Schlitz gelassen … einige Stunden später habe ich dann bemerkt, dass mir der ganze Dreck nach oben gepustet wurde. Klar, dass die Kids nachmittags passender weise die Wohnzimmerterrassentür offen hatten. Ich darf gar nicht dran denken.

Tja, und als Konsequenz der zwei „aufgerissenen“ Zimmer, die zuletzt 1993 renoviert werden (oberflächlich), muss ich jetzt 150m² komplett erneuern. Schaut doch Sch… aus, wenn nur ein Teil gemacht ist. Bei der Gelegenheit wird das dann zu Wohnraum und ich muss für meine GmbH dann noch mal 50m² Keller herrichten (Strom, Außentür, Heizung …). Im Moment ist mir so gar nicht nach Pfeiffen zu mute. Ach ja, die Räume wird dann der Stiefsohn mit einem Studienkumpel beziehen. Ach ja, gut, dass ich den Kerl genauso mag wie ein eigenes Kind.

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