Allgemein, Back-Tagebuch
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Ein Erdbeertörtchen, das kein Erdbeertörtchen werden wollte

Es waren ein mal ganz viele Zutaten für einen sommerlichen Kuchen: ein Rest Mürbeteig, ein winziges Biskuitrezept und eine 20er Backform, die plötzlich zum Riesen mutierte. Gestern Abend beschloss ich kurzfristig, aus diesen wahnwitzigen Zutaten einen Kuchen zu basteln. Und so manches Hindernis wollte genommen werden.

  1. Der Mürbeteig

Ich hatte von der Sonntagsbackaktion noch einen kleinen Rest Mürbeteig. Das (ganze) Rezept dafür war

  • 200g Mehl
  • 100g weiche Butter
  • 50g Puderzucker
  • 1/4TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • etwas Zirtronensaft
  • 1/2 Ei (ein Ei in einer Schüssel verkleppern und die Hälfte nehmen, der Rest wurde zu Rührei)

und ich hatte noch ca. 1/3 des Teiges übrig. Diesen Teig habe ich in eine mit Backpapier belegte 20er-Backform gegeben.

Frau Meinigkeiten macht Mürbeteig

Frau Meinigkeiten macht Mürbeteig

Dann habe ich aus 2 Eiern, 50g Puderzucker und 100g Mehl einen winzigen Biskuitteig hergestellt. Beide Kuchenteige habe ich für ca. 15 Minuten bei 160° und Umluft in den Ofen gegeben (und leider ca. 30 Sekunden zu lange gebacken). In der Zwischenzeit habe ich eine Buttercreme hergestellt

  • aus 250 ml Milch, 1 Pck. Vanillepudingpulver und 3 EL Zucker einen Pudding gekocht
  • 120g weiche Butter aufgeschlagen (das war mein letzter Rest)
  • ca. 8 Erdbeeren mit 2 EL Zucker in einen Mixer gegeben
  • die Erdbeeren noch in den Warmen Pudding gerührt
  • und den Pudding abgekühlt löffelweise unter die Butter gerührt

 

Frau Meinigkeiten vs. Erdbeertörtchen

Frau Meinigkeiten vs. Erdbeertörtchen

Der Biskuit war leider leicht braun geworden, so dass er sich nicht mehr richtig rollen lies. Weiterhin war die Menge so winzig, dass er für die winzige 20er Backform schon wieder zu wenig war. Ich habe geschluckt und tapfer die Puddingcreme auf den in Streifen geschnittenen Biskuit geschmiert und dann mehr oder weniger schlecht aufgerollt und mit etwas Butterbrotpapier rund herum stabilisiert.

Frau Meinigkeiten vs. Erdbeertörtchen

Frau Meinigkeiten vs. Erdbeertörtchen

Mein Plan ging netterweise auf: ich habe die Biskuitrolle etwas begradigt. Auf diesem Bild sieht man, dass der Mürbeteigboden ca. 1 cm größer ist als die Biskuitrolle. Also habe ich roten Kuchenguss gemacht und ca. 15 ähnlich hohe Erdbeeren angeordnet und mit dem Kuchenguss quasi angeklebt.

Und nun hatte ich einen äußerst hässlichen Rand. Gut, dass ich vom oben genannten Mürbeteig Sonntag auch Plätzchen gemacht hatte. Ich hatte 4ecke ausgestochen, in jedes 2. ein Loch gemacht, die mit Loch in Schokoglasur getaucht und mit gekauftem Krokant bestreut. Und die sind beim Sonntags-Foto-Workshop übrig geblieben und kamen mir so wunderbar gelegen.

Frau Meinigkeiten vs. Erdbeertörtchen

Frau Meinigkeiten vs. Erdbeertörtchen

Diese Plätzchen habe ich in die Reste des roten Kuchenguss getunkt und dann auf die Seite auf den Biskuit geklebt. Ende gut, alles gut.

Frau Meinigkeiten vs. Erdbeertörtchen

Frau Meinigkeiten vs. Erdbeertörtchen

Das Erdbeertörtchen sah einigermaßen stimmig aus und schmeckte den Kollegen und mir heute ganz wunderbar.

Frau Meinigkeiten vs. Erdbeertörtchen

Frau Meinigkeiten vs. Erdbeertörtchen

Aber ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass dieses Törtchen nach gebacken wird, in Summe war der Aufwand für dieses Minitörtchen enorm 🙂

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