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Shortbread und ein Blogger Seminar bei Blogger@Work

Warum ein Shortbread und ein Blogger Seminar für mich auch nach über 10 Jahren Bloggen interessant sind? Beim Shortbread dürfen Sie raten: ich habe heute morgen etwas, das mich zum Frühstück sehr glücklich macht. Und die Gedanken zum Bloggen kommen dann ganz werbefrei nach dem Rezept:

Das beste Shortbread und ein Blogger Seminar

Shortbread
Author: 
Recipe type: Shortbread
Cuisine: Backen
Prep time: 
Cook time: 
Total time: 
Serves: 1
 
Ingredients
  • Für den Teig
  • 120g weiche Butter
  • 120g Zucker
  • 3 Eier (getrennt)
  • 2 Soja Vanille Desserts (oder 3 weitere Eier)
  • 25g Philadelphia
  • 100g gemahlene Mandeln
  • 100g gemahlene Nüsse
  • 120g Mehl
  • ¼ TL weißen Essig
  • ½ TL Backpulver
  • ¼ TL Backnatron
  • ca. 15 gehackte Schokoladenkaffeebohnen
  • Für die Glasur
  • 1 EL Kakao
  • 25g Kokosfett
  • 100g Puderzucker
  • ca. 1 EL Milch
Instructions
  1. Die weiche Butter mit dem Zucker aufschlagen, die Eier trennen und das Eiweiß in einem Mixbecher steif schlagen. Die Eigelb zur Butterzuckermasse geben und weiter rühren. Dann die kleine Menge Philadelphia und die beiden Vanille Desserts dazu geben (ich hatte nur 3 Eier).
  2. Die Mandeln und die Nüsse im Mixer mahlen und kurz in der Pfanne sanft anrösten, bis sie duften. Mandeln und Nüsse, Mehl, Natron und Backpulver unter mischen. Die grob gehackten Schokoladenkaffeebohnen unter den Teig heben. Da mir im Teig noch etwas Pfiff fehlte, habe ich eine Minimenge Essig unter das Eiweiß gerührt, das Eiweiß dann unter gehoben. Den Teig auf ein mit Backpapier belegtem Backblech streichen und ca. 30 Minuten bei 175° backen. Stäbchenprobe machen.
  3. Für den Guss das Kokosfett zimmerwarm unter Puterzucker und Kakao rühren, die Milch hinzu geben, bei Bedarf tröpfchenweise mehr hinzu geben. Den Guss auf den abgekühlten Teig streichen.

 

Ich weiß nicht, warum Rührteig ohne Sojadessert so, na, ich sag mal gewöhnlich schmeckt. Und ob es nur das Sojadessert ist, oder der Essig oder die Schokoladenkaffeebohnen oder alles zusammen. Dieser Teig schmeckt roh und gebacken sooo lecker, dass ich mich rein legen könnte. Und ist in meiner Familie und im Kollegenkreis der absolute Renner.

Und da ich Egoist bin, habe ich das Shortbread für mich behalten und bin ohne zu Jennis und Eddys Workshop gefahren. Für das Ticket habe ich 25 Euro investiert, ein Betrag, den ich bei nächster Gelegenheit wieder für einen Frankfurter Workshop bei den beiden ausgeben würde.

Einer der Gründe, warum ich hier nicht verlinke, ist die völlig Ballaballa-Gesetzeslage. Ich bezahle für einen Workshop und bin sehr zufrieden, darf aber nur verlinken, wenn ich das Wort Werbung angeben. Ok. Dann nicht. Der geneigte Leser weiß, dass hier auf Meinigekeiten grundsätzlich kein Geld für Content genommen wird. Daher nur einige Gedanken zum „Warum ich mit Bloggen nicht reich werde“-Dauerthema in der Bloggerszene.

Ich als Frau kann schlecht rechnen, ich als Freiberufler im IT-Bereich weiß sehr genau, was mir jeden Monat blüht. Ich stelle hier mal eine theoretische Rechnung und um es einfach zu rechnen, gehe ich jetzt mal von einem (vielleicht leich bombastischen) Wunsch-Brutto von 10.000 Euro monatlich aus (ihr wünscht Euch nur 1.000 Euro? Zieht eine 0 ab und freut Euch, dass euch mehr bleiben wird, als ich hier angeben)

  • das Finanzamt fordert von mir in Steuerklasse 1 und voll berufstätig so viel Geld, dass mir von 10.000 „nur“ ca. 5600 bleiben (bitte mehr Infos auf Steuer-Seiten einholen, das hier ist meine persönliche Art quer über den Daumen zu rechnen und keine Rechts- oder Steuerberatung)
  • wahrscheinlich bin ich in einer Privatkrankenkasse, die ich bis an mein Lebensende bezahlen muss, weil der Umstieg in die gesetzliche Krankenkasse a) nicht unbedingt billiger aber b) dafür fast unmöglich ist
  • und ich muss in der Lage sein, so viel Geld für meine „juhu, ich bin in Rente“-Zeit weg legen, dass ich, sagen wir mal, über 1000-1700 Euro pro Monat zur Verfügung habe, mit dem „eigentlich kann man das nicht berrechnen“-Joker, weil ich könnte ja auch 99 Jahre werden

So, wenn ich jetzt meine Eckpunkte fest gezurrt habe, nämlich „ich will erfolgreich und Vollzeit Bloggen, nur davon leben und das bitte gut und steuerlich voll korrekt“ … jetzt kann ich überlegen, wie ich das anstelle.

Ich habe ca. 20 Arbeitstage pro Monat (die unrealistischen 6 Wochen Urlaub nicht mit gerechnet, oder die Grippe, die ich jedes Jahr nehme, das kranke Kind, der Hausbau, die Renovierung, die zu pflegenden Eltern, die Scheidung, die in DE jeder 3 an der Backe hat oder der Bandscheibenvorfall). Und den Luxus von 8 Stunden pro Tag (und nicht 10 oder 14 oder mehr), dann rechne ich

10.000 Euro / (8h x 20 Arbeitstage) = einen Stundenlohn von 62,50 Euro zuzüglich 19% Mehrwertsteuer . Und jetzt runde ich mal auf:

Du schaffst es also, 20 Tage im Monat jeweils 8h am Tag 75 Euro in Rechnung zu stellen. Entweder zahlt dir eine Agentur 10.000 Euro im Monat oder 66,66666 Agenturen, die du dauerhaft für die gefühlten nächsten 20 Jahre zu deinen sicheren Kunden zählen kannst?

Also wirklich 20 Tage lang die vollen 75 Euro pro Stunde? Zu hoch, dann halbieren wir: 20 Tage wirklich 37 Euro pro Stunde? Auch nicht? Dann halbieren wir noch mal: 20 Tage wirklich 19 Euro pro Stunde? Wirklich nochmal halbieren?

Ah, es reicht nicht mehr zum Leben? Was ein Dilemma. Wie war die Frage noch mal? Du willst vom Bloggen leben. Hat sich Deine Frage beantwortet?

Und weil Jenni einen privaten Blog hat und ich mich so riesig gefreut habe, sie zu sehen. Jenni, es war ein toller Tag und ich finde toll, was du machst. Und diese Blogger Seminare sind immer wieder eine Gelegenheit, super nette Leute kennen zu lernen.

PS: ich verstehe, wenn hier keiner keinen verlinkt.

 

4 Kommentare

  1. So toll geschrieben! Sehr lustiger Einstieg mit dem Shortbread… Ja, das ist wirklich so – man lernt immer tolle Leute kennen, wenn man mal aus seiner eigenen Bloggerwelt rausgeht und zum Netzwerken geht. Ich war ja auch bei Blogger@Work und wie sonst hätten wir zwei uns kennen lernen sollen? Lass uns unbedingt mal einen Afterwork-Drink am Main-Ufer nehmen oder ich komm zur Dill (Heimatkunde… wo genau liegt das nochmal?). Wünsche Dir eine prima Woche und bis bald, Bärbel aka Farbenfreundin

    • Hallo Bärbel, das ist lieb, danke. Ja, es war toll Dich/Euch kennen zu lernen. Und ich würde mich über beides freuen, wenn du mal in Frankfurt bist, melde dich (ich bin vom 6:30 Uhr bis 15 Uhr hier bzw Freitags nur bis Mittag. Und das mit der Heimatkunde, da bist du auch herzlich Willkommen. Mein Ort heißt Aßlar, wenn du die Richtung Gießen kennst ist es der Nachbarort von Wetzlar.
      Ich würde mich sehr freuen. Bis bald und dir auch eine schöne Woche. Sabine

    • meinigkeiten sagt

      Anja, ich bin seit 1988 selbständig und habe einen Beruf, der sehr gut bezahlt wird. Trotzdem ist mir in der langen Zeit so viel passiert, dass ich nicht reich in Rente gehe sondern sehr lange Arbeiten muss. Ich bin kein Freiberufler, der vom Jemand aufgefangen wird … ich weiß, was an Steuern anfällt 🙂 Es kann für einzelne ja wirklich toll klappen aber man sollte nicht blauäugig darauf bauen, dass 1x 150 Euro Einnahmen schon ein Hinweis auf ein Leben-vom-Bloggen-ist-möglich ist 🙂

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