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WMDEDGT 09/2016 oder der Kuchen gehört mir

Frau Brüllen ist wieder so lieb und fragt „was machst du eigentlich den ganzen Tag?„. Es wird ein stink normaler Montag, herzlich Willkommen.

Um 4:42 Uhr klingelt der Wecker. Boah, es ist dunkel draussen. Und es regnet. Raus aus dem Bett, duschen, fertig machen. Der Kuchen in der Küche lacht mich an. Gestern Abend noch gebacken. Nur für mich. Na ja, nur für mich und vielleicht gebe ich an meine Familie etwas ab. Nuss- äh Mandelkuchen.

5:15 Uhr Schnell 2 Stück abgeschnitten, Käsebrot zum Mitnehmen gemacht und los. Direkt in der Nachbarschaft ist ein Nussbaum. Und? Heute Nacht hat es geregnet, also fahre ich auf öhm Schleichwegen hin, parke lautstark mit laufendem Motor vor dem Haus und stelle fest, dass die Zeitungsausträger wieder schneller waren als ich. Die wenigen Nüsse, die noch da sind, packe ich in eine Bäckertüte

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und dann schnell auf die Autobahn.

6:15 Uhr Der frühe Montag Morgen hat nur einen Vorteil: es gibt noch keine Staus auf der Autobahn. Ich komme problemlos durch, parke und genieße erstmal den morgendlichen Anblick.

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Frankfurt ist im Moment gefühlt eine Riesenbaustelle. Aber auch das hat um diese Uhrzeit so seinen Charme.

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In der Bürokaffeeküche sieht es so aus, als ob am Wochenende dort eine große Party gestiegen wäre, gut, dass ich nicht aufräumen muss.

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So, um jetzt den Bogen zum Kuchen nochmal zu spannen: der ist ja soo was von saftig. Normalerweise teile ich meine Kuchen mit den Kollegen, aber bei diesen normalen Kaffeekuchen (also Rührkuchen) werde ich dann doch geizig und behalte sie für mich/uns.

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Author: 
Recipe type: Mandelkuchen
Cuisine: Rührkuchen
Prep time: 
Cook time: 
Total time: 
Serves: 1
 
Ingredients
  • Für den Teig
  • 180g weiche Butter
  • 150g Zucker
  • 3 Eier (getrennt)
  • 2 Soja Vanille Desserts (oder 3 weitere Eier)
  • 25g Philadelphia
  • 100g Schokostreusel
  • 200g gemahlene Mandeln
  • 120g Mehl
  • ¼ TL weißen Essig
  • ½ TL Backpulver
  • ¼ TL Backnatron
  • Für die Glasur
  • 1 EL Kakao
  • 25g Kokosfett
  • 100g Puderzucker
  • 25g weiße Schokolade
  • Einige Kaffeebohnen
Instructions
  1. Die weiche Butter mit dem Zucker aufschlagen, die Eier trennen und das Eiweiß in einem Mixbecher steif schlagen. Die Eigelb zur Butterzuckermasse geben und weiter rühren. Dann die kleine Menge Philadelphia und die beiden Vanille Desserts dazu geben (ich hatte nur 3 Eier).
  2. Die Mandeln im Mixer mahlen und kurz in der Pfanne sanft anrösten, bis sie duften. Mandeln, Mehl, Natron und Backpulver unter mischen. Da mir im Teig noch etwas Pfiff fehlte, habe ich eine Minimenge Essig unter das Eiweiß gerührt, das Eiweiß dann unter gehoben. ca. 45-60 Minuten in einer gefetteten Gugelhupfform bei 175° backen. Stäbchenprobe machen.

 

Übrigens, diese Soja-Vanille-Desserts, von der Firma A. (hört sich irgendwie nach Alpen an), die sind ideal, wenn man mal gar keine oder nicht genug Eier da hat. Man kann jedes fehlende Eiweiß mit 1 EL Essig und jedes fehlende Eigelb mit so einem Dessert ersetzen. Tadaaaa, so kann man dann natürlich auch jeden Rührkuchen vegan backen. Und bei meinem Mix wurde der kuchen sehr saftig, und dank des Natrons und dem Milchprodukt (Philadelphia-Rest) trotzdem seeehr fluffig.

8:48 Uhr der Mann ruft in seiner Position als Einkaufsmanager an „was hast du mir da auf den Einkaufszettel geschrieben? Töchterchen’s Joghurt, was soll das sein“? Verständigungsschwierigkeiten deluxe. Ich dachte, damit weiß er es sofot, er war verwirrt, weil wir den alle gerne essen. Naturjoghurt vom Griechen.

Inzwischen ist Töchterchen 15 Jahre alt, ihre Ernährung ist aber immer noch eine Herausforderung. Problemlos lehne ich unerfüllbare Wünsche auch ab. Ihre derzeitige Challange für mich: „Mama, ich möchte was in die Schule zum Essen mit nehmen. Kein belegtes Brot. Etwas zu Mittag. Etwas, bei dem ich keine Verpackung mit durch die Pause und dann wieder heim schleppen muss“. Hm? Mir erscheint gerade das mit der „keine Verpackung“ (keine Gläser, keine Boxen) schlicht unmöglich. Äpfel bzw. Obst, ja isst sie, davon wird sie nicht satt. Müsliriegel „Mama, das richt mir nicht über den Tag“. Jemand mit Ideen?

12:01 Uhr schnell aus dem Haus gesprintet und ein grünes veganes Thai Curry geholt. Über den Geschmack könnte man durchaus diskutieren

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Gegen 15 Uhr bin ich wieder auf die Autobahn, 75km zurück, aber nicht gleich nach Hause, sondern ganz brav erst eine Runde ins Fitnessstudio.

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Im Fitnessstudio waren wir übrigens zu dritt, die ganze Familie. Seit Mai diesen Jahres gehen wir regelmäßig hin, und ich merke, es tut uns allen gut. Zuhause bin ich dann schnell unter die Dusche, um 18 Uhr habe ich mich dann mit meiner Skypepartnerin D.  „getroffen“. Sie ist die Tochter meines Sprach-Tandempartners. Mit ihm gehe ich 2x die Woche Mittags in Frankfurt durch die Fußgängerzone (daher die vielen Insta-Bilder) und spreche Montags Englisch und Mittwochs Deutsch. Als seine Tochter vor einige Wochen zu ihm zog, habe ich sie mir als Skype-Partner „geangelt“. Ich finde es nämlich toll, dass sie die deutsche Sprache erst noch lernt, während ihr Papa die Sprache fast perfekt kann.

Um 19 Uhr bin ich dann in die Küche und habe ähnlich wie Frau Brüllen ein Süßkartoffel-Curry gekocht (ich gebe da immer alles mögliche an Gemüse dazu und koche Reis), damit Tochter und ich morgen Mittag „lunch-to-go“ haben, ich fürs Büro und sie … keine Ahnung, wie sie es transportieren wird, ich mache es in 2 Gläsern 🙂

Danach haben der Mann und ich gerade 2 super spannende Folgen „Person of Interest“ Staffel 3 Folgen 9 und 10 (oder so) geguckt, jetzt habe ich den Beitrag fertig gemacht, packe noch das Essen um/weg/ein und dann gehe ich ins Bett.

Ganz lieben Dank fürs Vorbei sehen. Gute Nacht!

PS: sorry, einige Fotos sind sehr grottig, heute ging alles wieder mal husch husch.

6 Kommentare

  1. Die Abneigung gegen eine Verpackung, die wieder mit nach Hause kommen soll, hat meine Lieblingshausziege ebenfalls. Deswegen packt sie alles in die ach-so-praktischen Butterbrottüten und diese manchmal – bei Gefahr – noch in eine Plastiktüte. Bisher ist alles gut gegangen, auch wenn schon Hühnerbeinchen, Wraps oder Pfannekuchen darin steckten. (Ich hab längst aufgehört, ihr andere Verpackungsmöglichkeiten zu offerieren. Diese werden schlichtweg ignoriert oder abgelehnt. Allerdings ist es auch nicht meine Schultasche ;-))

    • meinigkeiten sagt

      Haha, das hört sich genau nach meiner an. Seufz. Liebe Jaelle Katz. Der Weg war bis hier hin schon weit, vielleicht bekomme ich sie ja wieder in Richtung trockene Nudeln, die sie als 2jährige so geliebt hat 🙂

      • Beim tegut-Markt gab es vor einigen Jahren mal das Kochbuch: selbstbewusst essen – Picknick im Alltag. Die Rezepte sind allesamt fürs Mitnehmen konzipiert und die Lieblingshausziege mag einige dieser Dinge sehr. Da sie nunmal nicht in die Schulkantine geht und ich nicht möchte, dass der Hunger bei Nachmittagsunterricht nur mit Bratwurstbrötchen gestillt wird, machen wir gelegentlich was daraus. Da darf sie allerdings auch mithelfen.

        • meinigkeiten sagt

          Danke für deine liebevollen Tipps … mit virtuellen 18 und echten fast 16 Jahren lehne ich mich jetzt mal zurück und unterstütze sie auf Anforderung <3

  2. Michi sagt

    Hallo!
    Wie wäre es mit kalten gefüllten Wraps oder Pfannkuchen. Würstchen. Herzhafte Muffins.
    Die lieben Kleinen
    Liebe Grüße Michi

    • meinigkeiten sagt

      Liebe Michi, ja, so etwas wird es wohl werden müssen. Wir machen uns das zwar bisher zum sofortigen Verzehr und Töchterchen ist sich ab und zu zu gut, um es am nächsten Tag noch zu Essen, aber hier gilt dann wohl „friss oder stirb“. Wir essen im Moment ja wieder nur vegetarisch, aber gerade die herzhaften Muffins werde ich gleich für nächsten Dienstag auf den Plan setzen. H1eute Abend habe ich Gemüsecurry mit Reis vorbereitet, mal siehen, wie sie das in die Butterborttüte bekommt 🙂
      Auch liebe Grüße

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