Ich bin immer noch erstaunt über die Wellen, die die Schweinegrippe schlägt. Seit gestern haben wir in der Arbeit auf der Toi einen Desinfektionsmittelspender. Ich denke, die Leute hier sind cleaner als das Personal in so manchem Krankenhaus. Am Anfang der Woche kam in der ARD ein Bericht über den Krankenhauskeim: „ … deutsche Ärzte würden kein Patient sein wollen in unseren Krankenhäusern“ und „… mehr als 40.000 Menschen pro Jahr sterben in Deutschland an und wegen dem Krankenhauskeim“. MRSA - Methicillin Resistenter Staphylococcus Aureus ….
Wenn ich mal wieder operiert werden muss, gehe ich in die Niederlande ins Krankenhaus, oder nach Münster. Ein Mediziner aus Münster hat nämlich aufgedeckt festgestellt, die Nachbarn machen es besser. Die prüfen gleich vor einer OP, ob ein Patient MRSA an sich hat … und schicken ihn vor der OP wieder nach Hause, zum Hausartz. Der kann nämlich mit einer einfachen Behandlung diesen Keim weg bekommen, danach wird operiert.
Ausserdem hat man in Münster eine Schulung von ärztlichem Personal eingeführt. Es hilft nämlich nichts, wenn ein Arzt mit Keim-verseuchten Grabschern das Stethoskop nimmt und sich dann die Hände desinfiziert: die Keime sind dann schon auf dem Weg zum Patienten.
Blöd das.
Außerdem sollte man keinem Allgemeinmediziner oder Chirurgen die Auswahl und Dosierung des Antibiotika überlassen. Das würde in überwiegend falsch eingesetzt in Deutschland. Hier sollten die ausgebildeten Mediziner ran, und das waren laut bericht glaube ich die "Medizinische Mikrobiologen".
Also, die nächste OP überlege ich mir gut!
Kommentare (3)
Liebe SAbine. leider ist das ganez nicht ganz so einfach..ich arbeite seid 15 Jahren in der Medizinischen Mikrobiologie und Hygiene und ich kann dir versichern das auch in Deutschen Krankenhäusern alles möglich getan wird..und diesen Resistenten Keime gibt es schon mehr al 30 Jahre...und Methilcillin heißt nämlich das er gegen alle!!!! Penicilline resistent ist ..und viele Patienten haben das mit verursacht..denn viele Schlucken leider ihre Antibiotika auch nicht zu Ende wie es eigentlich gedacht ist...und die Holländer machen es auch nicht besser...das habe ich bei uns im Haus auch schon gehört sie machen es nur anders und noch ist nicht sicher welche Methode wirklich besser ist...und in Zeiten von Schweinegrippe hilft zuerst mal Menschenmassen meiden und ordentlich die Hände waschen..ich will dich nicht verärgern hier mit meinem Kommentar..aber wie gesagt ich sitze direkt an der Quelle...herzliche Grüße Heike..du kannst mich gerne mal anmeilen wegen dem Thema...
Von Heike | 27.08.09 18:53
Geschrieben am 27.08.09 18:53
Bin vor neun Jahren bei einer Knieop.daran erkrankt und finde das am schlimmsten ist ,dass es einem oft verschwiegen wird wen man angesteckt ist.habe seither 43 Op. hinter mich gebracht von den ständigen Schmerzen Krankenhausaufenthalten,starken Medikamenten,Anfeindungen von ärzten ,pflegern Ämternusw. (wen man zeigt das man sich schlau gemacht hat)ganz zu Schweigen.Hatte trotz allem in sofern noch Glück einen sehr kompetenten und vor allem auch menschlichen Professor gefunden zu haben,der sehr viel Zeit und Energie im Kampf gegen diesen Keim,gegen arrogante Kollegen,Kassen,Ämter Klinikleitungen usw. investiert.Dieser man hat mir in menschlicher sowie in madizinischer Hinsicht sehr viel geholfen.Leider ist das bei weitem nicht die Norm sondern eine grosse Ausnahme.Es liegt hier soviel im Argen weil selbst Fachleute nicht aufgeklärt sind,die Augen verschliessen und die ,die etwas unternehmen gegen Windmühlen kämpfen.Meine ganze Geschichte zu erzählen würde Tage dauern,auserdem steigere ich mich in Rage wenn ich darüber nachdenke und sehe das wieder mal auf Kosten der Patienten am falschen Ende gespart wird un den Ärzten die atwas tun,Steine nein ganze Felsen in den Weg gelegt werden. Ich kann nur jedem raten sich zu informieren,sich zu wehren und keine Angst zu haben auch dem Fachpersonal gegenüber zu äussern wenn man sieht das keine Hygienemassnahmen getroffen oder eingehalten werden. Bestehen sie darauf das Hände oder auch Gegenstände die zu ihrer Behandlung notwendig sind desinfiziert werden.Machen sie sich schlau und wenden sie ihr wissen auch an,auch auf die Gefahr sich unbeliebt zu machen ,es geht um Ihre GESUNDHEIT.Mir selbst wäre vieles nicht passiert hätte ich das gewusst was ich heute weis. eine Betroffene
Von Betroffenei | 28.08.09 00:03
Geschrieben am 28.08.09 00:03
Hallo Heike, nein, Du hast mich nicht geärgert :), denn im Großen und Ganzen sind wir einer Meinung. Ich tue mich hier auch leicht, ich bin nicht betroffen (oder war es nur am Rande, denn Schwiemu hatte es damals überstanden und sozusagen überlebt) ...
Liebe Betroffene, ich kann Dich gut verstehen, dieser Bericht ließ einen kleinen Einblick in die Welt der Betroffenen zu. Und ich kann mich gut erinnern, wie eine Ingolstädter Nachbarin damals zum Sterben nach Hause gebracht wurde. Aus dem Krankenhaus outgesourct, mit einer vermummten Truppe im Haus abgeliefert und dann den Rest ihrer kurzen Lebensspanne unter Quarantäne stand. Bitter.
Übrigens, ich hatte eine Mandel-OP mit 10 Jahren, eine (Gebärmutterhals-)Konisation, einen Kaiserschnitt und eine OP zum Durchschnippeln der Eileiter. Incl. Töchterchens Polypen-OP habe ich also 5x Grund, danke an die gute Betreuung in diversen Krankenhäusern zu sagen.
Von Sabine | 28.08.09 07:37
Geschrieben am 28.08.09 07:37