Ja, ich dachte heute morgen, es bleibt stehen. Vor lauter Schreck, Fassungslosigkeit und Übelkeit. Als ich zusah, wie vor unserer Grundschule zu gnadenlos genialer Zeit ( 7:53) ein Müllwagen erst die enge Strasse zwischen den ganzen Müttertaxis hoch, dann wieder herunter fuhr, dann nochmal wendete, zwischendurch hupte, winkte und schimpfte (der Fahrer natürlich, nicht der Müllwagen).
Dann fährt dieser vom Herrn so stark mit Hirn bedachte Mann rückwärts auf den Schulhof, der 7:55 Uhr überfüllt war von wuselnden, unkonzentrierten 1. bis 4.Klässlern.
Hat der sie noch alle?
Das ist jetzt das zweite mal, das ich das beobachten durfte. Und das ist erst/nur zweite Freitag in diesem Schuljahr, an dem ich mein Kind direkt zur Schule bringe.
Jetzt darf man mal kurz raten, ob der Hirni das jeden Freitag macht. Ich überlasse das der geneigten Leserin/dem geneigten Leser.
Wutentbrannt stürmte ich das Büro der Schulleitung und fragte die Damen, ob sie dieses Disaster schon mal beobachten durften. Ja, durften sie.
Ich bat um heftigen Protest! Ja, man würde auch sofort ...
Inzwischen wieder am Auto angelangt telefonierte ich mich quer durch die halbe Stadtverwaltung, um Unterstützung zu finden. Man verwies mich auf die Einsatzleitung des entsprechenden Müllentsorgers.
Mühsam hielt ich meinen Brast zurück. Schilderte dem Mann die Lage. Ich hätte einen Film drehen sollen mit dem riesen LKW und den vielen Kindern drum herum. Ich bewahrte mühsam Ruhe und fragte den Mann in der Leitung, ob das tatsächlich die einzige mögliche Zeit wäre, um den Müll in dieser Strasse und der Grundschule abzuholen. Denn knapp 10 Minuten später wäre bspw.der Hof natürlich leer, die Strasse ebenfalls.
Ich wagte anzumerken, ob man denn erst auf einen Todesfall warten möchte, oder ob man gleich was ändern könnte.
Ich solle nicht polemisch werden, meinte der Gütige am anderen Ende der Leitung. Man wäre ständig von Gefahren umgeben und ob man denn, um den Gefahren des Alltags aus dem Weg zu gehen, den Müll gar nicht mehr abholen solle.
Ruhig schilderte ich dem Mann, dass ich die Fahrkünste und die Geduld des Fahrers durchaus bewundere, fragte aber, ob man als verantwortliche Einsatzleitung tatsächlich dieses Risiko weiterhin eingehen wolle und ei gucke da, er will wenigstens man mit dem Fahrer reden!
Grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr!