Am liebsten würde ich mich ja auf machen, um solch ein Foto (hach, wär das nett, vielleicht mit Schafen?) zu machen in unserem SonnenaufgangundtrotzdemNebelWetter.
Aber so sitze ich gemütlich auf dem Sofa, habe das Kaminfeuer an (habe ich schon gesagt, dass da sogar die Holzschlepperei über 2 Stockwerke zur Freude wird?), die Tochter mit der Tochterfreundin surfen auf YT und suchen ein schönes Musikvideo nach dem anderen, der Mann ist aus dem Haus und unterwegs, um eine Sonderfahrt für den kleinen Stiefsohn nach Dortmund zu machen.
Das Leben ist also schöööön. Rückblickend auf den Samstag kann ich vermelden: Rasen gemäht, Wäsche teilweise gewaschen, Bad geputzt, Auto gesaugt. Jetzt muß ich nur noch die Augen zu machen vor dem Chaos in der Küche. Da blicke ich dann doch lieber auf die neue Küchendeko und vorbei an der schmutzigen Pfanne, die der Liebste hinterlassen hat ...

Kastanien gibt es inzwischen zu Hauf, man macht der Freundin noch nicht mal eine Freude, wenn man ihr eine Jackentasche voll mitbringt. Klar, wenn man bedenkt, dass bei der Schule ihrer Tochter nur Kastanienbäume stehen. Zur Strafe bekamm ich ein Säckchen ihrer Walnüsse, die ein abschreckendes Beispiel sind dafür, wie Walnüsse nicht sein sollten. Hutzelig, klein, mittelmäßiger Geschmack. Öhm, ja, ich habe ihr die schmückenden Worte zu ihren Nüssen wirklich gesagt, weil ich ihr erzählt habe, welch tolle Walnüsse es demnächst vom Baum am Bahnhof geben wird. Dass ich mich schon darauf freue, sie ganz frisch und feucht aufzusammeln, zu knacken, sofort abzupellen und ganz nackigweiß zu genießen. So viel zum Thema Diplomatie oder einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Aber als Herbstdeko zwischen den Kastanien machen sie sich ganz nett ;)