Meine Tochter hat hier gerade einen Nervenzusammenbruch. Thema Haustier. Sie hatte heute Nachmittag eine Freundin zu Besuch, die 9 Haustiere hat (Hund, Frosch, 2 Wasserschildkröten, 5 Vögel) ... und man braucht keine Genie sein, daß das Gespräch mit der Freundin den Wunsch nach einem Haustier geweckt hat.
Heftig geweckt. Mit Wutausbruch, Heulkrampf, Ichwillsofort- und IchbekommegleicheinenHerzinfarkt-Attacken!
Gut, der Wunsch ist schon länger da. Aber! Mein Kind streichelt keine Hunde und Katzen, da die kratzen bzw. lecken. Mein Kind hat sogar Angst vor einem Hamster, streichelt sie aber, wenn sie auf dem Schoß eines anderen Menschen sitzen. Mein Kind hat sogar Angst, ein Küken in die Hand zu nehmen.
Hund und Katze fallen eh flach, wir sind ja alle 3 erst ab 5 Uhr Zuhause. Jetzt soll es seit heute eine Wasserschildkröte sein. Ich sehe mich schon, wie ich einmal pro Woche Schildkrötenkaka beseitige, während Töchterchen pro Tag eine Sekunde (vielleicht) in das Aquarium blickt. Sehe nur noch Forelle auf unserem Speiseplan, weil die Schildkröte das wohl so braucht. Habe auch einige Infos im Internet inzwischen gelesen. Ich könnte k... äh schreien. Ich bin mit Tieren aufgewachsen (Hund, Katzen, Vögel) und ich verstehe das Bedürfnis, mit Tieren zusammen zu sein. Jedes Kind sollte das Recht und die Möglichkeit zu haben.
Und mit Neid denke ich an Frau ... äh ... Mutti's Haustier, die Schnecke Yuri (Aktuelle Mäuse, Spinnen und anderes Getier mal ausser acht gelassen) ... aber eine Schnecke will sie nicht, auch wenn sie noch so schön ist!
Kommentare (10)
Wie wäre es mit einem normalen Aquarium? Das macht kaum Arbeit und ist wenigstens schön anzusehen.
Von StoiBär | 17.03.08 19:50
Geschrieben am 17.03.08 19:50
Du wirst lachen, nach ner halben Stunde Heulerei sind wir jetzt auch auf den Gedanken gekommen. Süßwasserfische dürften einfacher sein als Meerwasserfische. Wie viele und welche ?? Ich erinnere mich mit Grausen an die Gläser mit einem armen einsamen Goldfisch drin!
Von Sabine | 17.03.08 19:57
Geschrieben am 17.03.08 19:57
Ganz ehrlich?
Lieber vier Yuris als nochmal ein Aquarium.
Im Zimmer des jüngsten Kindes steht eines, es gehört dem großen Kind, das aber gerade kein Platz in seinem Zimmer dafür hat. (kompliziert, ich weiß)
Im Aqurium leben drei Albinowelse und zehn Neonfische. Es lebten auch mal fünf Guppys darin, die sich munter vermehrten, ihre Jungen ständig fraßen und die so nach und nach starben. (Und als der letzte endlch tot war, durften seine Freunde aus dem Tiefkühlfach mit ins Massengrab)
Ein Aquarium muss einmal in der Woche gesäubert werden, das ist lästig. Algen müssen rausgefischt werden, man muss aufpassen, dass die Schneckenpopulation nicht zu groß wird, das Wasser darf nicht zu hart, nicht zu weich, nicht zu sauer, nicht zu sonstwas werden.
Alles, was als Deko im Aquarium liegt, muss regelmäßig entalgt werden und Fische sind lang-wei-lig.
Dann eben lieber eine Schnecke, die kann man wenigstens auf die Hand nehmen. Und sauber gemacht werden muss die auch nur selten.
Von Frau ... äh ... Mutti | 17.03.08 21:00
Geschrieben am 17.03.08 21:00
Du mußt nur zusehen, dass nicht zu viel Fisch im Becken ist. Maximum 1 cm Fisch je Liter, besser die Hälfte. Bei einem 60 Liter Becken und einem anständigen Filter mußt Du alle zwei Wochen 10 Liter Wasser wechseln. Thats it.
In meinem 200 Liter Becken wechsle ich gerade mal alle 6 Wochen 30 Liter Wasser. Keine Algen, keine Schnecken. Halte die aber auch mit dem Futter kurz. Guppys sind anfällig und vermehren sich aber wie die Pest.
Wenn man alles halbwegs richtig macht, hat man weit weniger Arbeit als mit jedem andern Tier.
Von StoiBär | 17.03.08 21:21
Geschrieben am 17.03.08 21:21
Ein paar Leute aus meiner Bekanntschaft hatten Schildkröten und wollten sie nach spätestens ein/zwei Jahren wieder loswerden, da sie immer grösser wurden als einem von der Zoohandlung gesagt wurde also auch mehr gefressen und Dreck gemacht haben. Das Aquarium wurde dann meiste auch zu klein. Ausserdem ist man es anscheinend schnell leid, immer sauber zu machen und so richtig viel 'action' kann man von ihnen auch nicht erwarten deshalb wurden sie den Bekannten wohl auch schnell zu langweilig.
Ich hatte als Kind Kaninchen, die ich eigentlich eher durch Zufall bekommen hatte, weil Bekannte ungeplanterweise zu viele hatten. Der Hasenstall war immer draussen im Garten und wir hatten auch ein Freilaufgehege. Ich war damals glaub ich 5 und meine Eltern haben mir das ausmisten beigebracht und seitdem habe ich mich dann selbst um die beiden gekümmert. Später wurden es dann ein paar mehr ;)
Wenn ich einen Garten hätte und wüsste dass ich länger an einem Ort wäre dann würde ich sofort wieder welche nehmen. Wenn es mindestens zwei sind dann brauchen sie auch keine zusätzliche menschliche Zuwendung ...vorrausgesetzt sie verstehen sich.
Von Ju | 18.03.08 12:47
Geschrieben am 18.03.08 12:47
Gut die Angst vor den Tieren hat ein Kind, wenn es sich mit Tieren nicht auskennt. Ich wollte immer Katzen, hatte aber auch immer erst Angst vor ihnen, weil ich deren Verhaltensweisen ja mangels Erfahrung nicht deuten konnte.
Von Fischen oder Kleintieren wie Schildkröten, Hamstern etc. halte ich nichts: die biten dann doch nicht ausreichend Unterhaltungsprogramm für Kinder. (Hamster schlafen tagsüber, sind nachtaktiv!) Ich hatte sie früher alle: Hasen, Meerschweinchen, Vögel. Ich wollte mich immer irgendwann kaum noch kümmern, weil sie einfach langweilig waren.
Mein Tipp: zwei Katzen. Die kommen sehr entspannt damit klar, wenn ihr erst nachmittags wieder kommt, weil sie sich haben.
Von creezy | 18.03.08 14:30
Geschrieben am 18.03.08 14:30
Ach ja, creezy, deprimierend, aber ich habe schon alles probiert. Ich liebe Tiere und ich kuschle mich querbeet durch. Sie ist dann auch immer dabei. Und ich führe sie auch ganz vorsichtig an Tiere heran. Aber ich fürchte, sie hat durch meinen Göttergatten ein Anti-Tier-Gen bekommen, die stehen in der Familie alle stramm, wenn sie ein Tier sehen.
Romy ist mit Kindern aufgewachsen, die hatten einen Hundewelpen: nix, ging nicht, warf meinen Zwerg um und leckte.
Katzen hat die Freundin und der Reitverein, dem ich immernoch (allerdings jetzt passiv) angehöre: nix
Hamster hat meine Schwester zwei Stück: nix
Seit 7 Jahren versuche ich es mit viel Geduld und ohne schlechte Erfahrungen. Ander Kinder zögern erst und streicheln dann. Mein Kind nicht. Wenn die mal eine Katze streichelt, dann eine Sekunde lang, ja nicht den Kopf ... und die Katze (oder auch ein Hund) kommt dann nicht damit zurecht, weil die nicht checken, was das Kind eigentlich will. Die Signale, die sie aussendet, sind für die nicht deutbar.
Und das konnte ich trotz viel Geduld bisher nicht ändern. Ich streichle jedes Tier (mit Vorsicht, Erfahrung und Verstand natürlich), ich kenne da nix. Sie nicht!
Und, ich hätte am liebsten auch zwei Katzen. Aber der Mann nicht (GEN!), der große Sohn nicht, die Tochter (meist auch eher) nicht.
Von Sabine | 18.03.08 15:24
Geschrieben am 18.03.08 15:24
Es gibt auch tatsächlich Kinder, die ohne Tiere groß geworden sind. Später können sie ja dann immer noch entscheiden, ob sie eins wollen, doch es muss ja nicht zwingend jetzt sein. Für eine Trendwelle oder ein 5-Minuten-Wollen ist jedes Tier zu schade.
Von Shou | 13.08.08 13:23
Geschrieben am 13.08.08 13:23
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Von sck was here | 11.03.11 20:50
Geschrieben am 11.03.11 20:50
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Von bugati | 24.03.11 19:17
Geschrieben am 24.03.11 19:17